Vom 17. März bis zum 05. August 2018 ist am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, das gerade zu einem der fünf weltweit einflussreichsten Museen gekürt wurde, die große Ausstellung „DIA—LOGOS. Ramon Llull und die Kunst des Kombinierens“ zu erleben. Die von Amador Vega, Peter Weibel und Siegfried Zielinski kuratierte Schau „widmet sich dem herausragenden mallorquinisch-katalanischen Philosophen, Logiker und Mystiker Ramon Llull (um 1232–1316), dessen Leben bis heute eine Vielzahl an DenkerInnen, KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen fasziniert.“

www.zkm.de

Film ber Cage Projekt im ZKM Karlsruhe

Plakat zur Ausstellung „DIA—LOGOS“ © ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe

Mit dabei im rund 90 Künstler umfassenden, hochkarätigen Teilnehmerfeld, das von Anselm Kiefer, Antonie Tàpies, Arnold Schönberg, Athanasius Kircher, Daniel Libeskind, Friedrich Achleitner und Gottfried Wilhelm Leibnitz über Italo Calvino, Johann Wolfgang von Goethe, John Cage, Jorge Luis Borges und Otto Piene bis zu Salvatore Dalí, Sol Lewitt, Umberto Eco und William Morris sowie natürlich Ramon Llull selbst reicht, ist die österreichische Künstlerin, Filmemacherin und Autorin Sabine Groschup, mit ihrem Film in 89 Zufallsvariationen zu John Cages „ORGAN2/ASLSP“ in der St. Burchardi Kirche in Halberstadt: „(JC{639})“. Er ist bereits zum zweiten Mal am ZKM zu sehen, war Groschups Werk auch schon Bestandteil der ebenfalls von Peter Weibel kuratierten Schau „Sound Art. Klang als Medium der Kunst“, die 2012 am ZKM gezeigt wurde.

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„(JC{639})“ in „DIA—LOGOS“ am ZKM Karlsruhe. Fotos Georg Weckwerth

Der halbstündige Experimentalfilm, der in den Jahren 2005 und 2006 in Halberstadt gedreht wurde und 2012 zur von Georg Weckwerth und Jozef Cseres kuratierten Wanderausstellung „Membra Disjecta for John Cage. Wanting to Say Something About John“ anlässlich von 100 Jahre John Cage fertigestellt und in Wien uraufgeführt wurde, ist in Halberstadt bestens bekannt. Beim letzten Klangwechsel im Cage-Projekt im Jahr 2013 stand er im Zentrum einer von Weckwerth eingerichteten Ausstellung im Herrenhaus des Burchardiklosters, heute Cage-Haus Halberstadt. Für die damalige Schau „(JC{639}) Etc.“ gab es einen Aufruf zur Spende von TV-Geräten, die zur Installation der ersten 15 Variationen von Groschups Film benötigt wurden. Eine öffentliche Zufallsoperation am Ende der Ausstellung ergab die Schnittfolge der 16. Fassung, der „Halberstädter Variation“.

John Cage

John Cage, Darmstadt 1992. Foto Barara Klemm

2016 stand diese Fassung im Zentrum von Groschups zweiteiliger Solo-Ausstellung im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck und im artdepot Innsbruck. In „(JC{639}) ½ Edition Etc.“ waren nunmehr 45 Variationen von „(JC{639})“ in einem Monitorfeld installiert, in dem – wie schon in Halberstadt – alle Filme gleichzeitig liefen, bei an der Hörbarkeitsgrenze eingestellter Lautstärke. Es stellte sich ein wunderbares Spiel der Bilder und Töne ein. Am Ende der Ausstellung stand erneut eine öffentliche Zufallsoperation zur Ermittlung der 46. Fassung des Films, der „Innsbrucker Variation“ – Groschups Geburtsort. 2012 wurde sie ebendort mit dem Preis der Landeshauptstadt für Ihr künstlerisches Schaffen ausgezeichnet.

Edition Etc.

„(JC{639}) . Edition Etc.“ am Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck.

Foto Wolfgang Lackner

Bis zum nächsten Klangwechsel am 05.09.2020 sollen alle 89 Variationen des Films vorliegen und als Installation in Halberstadt erstmals öffentlich präsentiert werden. Die 89. und letzte Fassung wird dabei zuvor von der Filmemacherin selbst per Zufall bestimmt worden sein. Wenn alles wie geplant verläuft, wird ihre eigene Zufallsoperation am langjährigen und letzten Wohnort von Cage, in New York vollzogen. Die vorletzte Fassung wiederum soll die „New Yorker Variation“ sein, bestimmt durch zufällige Passanten auf der Straße vor dem Haus, in dem John Cage am 12. August 1992 in seinem Appartment gestorben ist.

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„(JC{639})“, DVD mit Leseheft © Sabine Groschup

Seit 2013 liegt Sabine Groschups Film in seiner ersten Variation, bestimmt durch Jozef Cseres, als DVD mit umfangreichen, zweisprachigen Leseheft vor, mit Texten von Christoph Bossert, Franziska Bruckner, Sabine Groschup, Wulf Herzogenrath, Ray Kass, Laura Kuhn, Rainer O. Neugebauer, Dieter Schnebel, Hannah Schwegler und Georg Weckwerth sowie vielen Originalfotos der bedeutenden Fotografin Barbara Klemm. Die Publikation ist im Cage-Haus Halberstadt zum Preis von 26,40 € zu erwerben oder bei der Filmemacherin zu bestellen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Aktueller Klang

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Der aktuelle Stand der Klangwechsel-Vorbereitungen.

Liebe Freunde des John-Cage-Orgel-Kunst-Projektes Halberstadt,

Vor einigen Wochen schrieben wir an dieser Stelle, dass Anfang September 2019 weitere Informationen zum Klangwechsel 2020 erfolgen würden. Das Vorbereitungsteam war inzwischen nicht untätig: So haben wir beispielsweise in Abstimmung mit dem Denkmalschutz Baumaßnahmen am Veranstaltungsort, der alten Klosterkirche, durchgeplant. Es wird nach historischem Vorbild einen weiteren Zugang geben, der insbesondere der Sicherheit unserer Besucher dienen soll. Organisatorisches, wie Parkflächen in der Nähe, wird mit der Stadt verhandelt. Inhaltlich beschäftigen wir uns intensiv mit einem interessanten, vielfältigen Rahmenprogramm zum Klangwechsel und dessen Realisierbarkeit. Ein Top-Thema für Sie und uns sind natürlich die Eintrittskarten und deren Vergabe. Fest steht jedenfalls, dass zum Jahresbeginn ein Kontingent von 150 Karten zur Verfügung stehen wird. 14 Tage vor Beginn werden die Modalitäten der Vergabe an dieser Stelle nochmals angekündigt. Mit diesen Tickets können Sie im Innern der Kirche, in einem abgetrennten Bereich unmittelbar am Instrument, auf Stehplätzen den Klangwechsel erleben. Sie wissen, dass unser Projekt ausschließlich von Spenden und dem außerordentlichen Engagement der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen getragen wird. Die erfolgreiche Veranstaltung der Klangwechsel ist eine der tragenden Säulen, auf denen die Zukunft ORGAN²/ASLSP ruht. Deshalb bitten wir für eine solche Eintrittskarte um eine Spende (ab 200 Euro), für die eine steuerlich absetzbare Spendenquittung ausgestellt werden kann. Neben dieser Möglichkeit wird es auch einen freien Zugang in die Kirche geben, der aber begrenzt  ist. Alle, die in der Kirche keinen Platz mehr finden, können auf dem Klostergelände vor der Kirche den Klangwechsel erleben. Eine große Medienprojektion, Public Viewing, wird die Geschehnisse aus der Klosterkirche nach außen übertragen. Nach dem Ende des feierlichen Aktes können natürlich alle, die gekommen sind, zu Schauen und Hören in die Kirche gehen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr John-Cage-Orgel-Kunst-Projekt Halberstadt

Broschüre

Neue Broschüre zum Cage-Projekt



Was Sie schon immer über das John-Cage-Orgel-Kunst-Projekt wissen wollten: In der neu gestalteten und vollständig überarbeiteten 30-seitigen Broschüre im schlanken DinA4-Format finden Sie die Antworten. Dazu gehören ausführliche Informationen zum Projekt und seiner Vorgeschichte, über John Cage, das Stück ORGAN²/ASLSP und die Cage-Orgel, die Berechnung der Klangwechsel mit der Partitur der ersten 71 Jahre, die John-Cage-Orgel-Stiftung und die geplante John-Cage-Akademie, Stimmen der internationalen Medien-, Fach- und Kunstwelt, ausgewählte Literaturangaben, eine englische Zusammenfassung und viele interessante Photos. Sogar die Fragen, ob es Gott gefällt und wie Sie das Projekt unterstützen können, werden beantwortet. Die Broschüre ist während der Öffnungszeiten des John-Cage-Orgel-Kunst-Projektes in Halberstadt erhältlich und Sie können sie für 10 € zuzüglich Versandkosten hier bestellen: Email: info@aslsp.org

Öffnungszeiten

November - März
Dienstag bis Sonntag
12:00 bis 16:00 Uhr
 
April - Oktober
Dienstag bis Sonntag
11:00 bis 17:00 Uhr
 
Montag geschlossen


Nächster Klangwechsel

5. September 2020

Aufführungsort

Burchardikirche
Am Kloster 1
38820 Halberstadt

 
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